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Same-Day-Settlement (SDS)
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Erfüllung eines Börsengeschäfts innerhalb eines Arbeitstages.
Das Abwicklungsunternehmen Clearstream zum Beispiel reguliert
Aufträge zwischen Geschäftspartnern noch am gleichen Tag, sofern
die Aufträge bis 10 Uhr per belegloser Datenübertragung bei ihm
eingehen.
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Schaltergeschäft
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Wertpapier- oder Sortengeschäft, bei dem ein Anleger die physischen Stücke gegen Barzahlung direkt am Bankschalter erwirbt und selbst verwahrt. Die angehängten Zins- und Dividendenscheine löst der Anleger bei der Bank ein.
Synonyme: Tafelgeschäft, Zug-um-Zug-Geschäft
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Schatz-Future
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Standardisierter Terminvertrag auf eine kurzfristige Schuldverschreibung der Bundesrepublik Deutschland.
Der Schatz-Future wird an der Eurex® gehandelt. Grundlage
des Kontraktes ist eine aus einem Korb lieferbarer Anleihen
berechnete, fiktive Anleihe mit einem Kupon von sechs Prozent. Die
Restlaufzeit der lieferbaren Anleihe liegt zwischen 1,75 und 2,25
Jahren. Der Kontraktwert beträgt 100.000 Euro.
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Schlusskurs
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Letzter an einem Handelstag an der Börse offiziell festgestellter Kurs - zum 1. April 2004 abgeschafft.
Bisher hatten die Skontroführer an der FWB® Frankfurter
Wertpapierbörse als letzten Preis des Handelstages einen
Schlusskurs festzustellen, soweit dies die Orderbuchlage
ermöglichte. Seit dem 3. November 2003 beginnt die Feststellung der
Schlusspreise für in DAX® enthaltene Werte auf dem Frankfurter
Parkett ab 19.55 Uhr, für die restlichen Werte schon ab 19.30 Uhr;
nach diesen Zeitpunkten ist eine variable Preisfeststellung nicht
mehr zulässig.
Im elektronischen Handelssystem Xetra werden die Schlusspreise ab
17.30 Uhr im Rahmen einer Schlussauktion festgestellt.
Der Barausgleich bei Optionsscheinen wird aus dem jeweiligen
Schlusspreis des Basiswerts berechnet.
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SDAX
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Index der 50 größten auf die MDAX®-Werte folgenden Unternehmen der klassischen Branchen des Prime Standard.
SDAX® startete am 21. Juni 1999. Er umfasst die 50 nach
Marktkapitalisierung und Börsenumsatz größten Unternehmen der
klassischen Branchen unterhalb der MDAX-Werte. Der Index wird als
Kurs- und Performance-Index von der Deutschen Börse berechnet.
Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von
1.000 Punkten.
Die Indexzusammensetzung wird üblicherweise halbjährlich überprüft
und mit Wirkung zum März und September angepasst. Kriterien für die
Gewichtung der Aktien in SDAX sind: Börsenumsatz und
Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes sowie
Branchenrepräsentativität. Über Veränderungen in SDAX entscheidet
der Vorstand der Deutschen Börse. Er wird dabei vom Arbeitskreis
Aktienindizes beraten.
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Secondary Purchase
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Übernahme von Investments aus dem Portfolio einer Venture-Capital-Gesellschaft durch eine andere Kapitalbeteiligungsgesellschaft.
Auf diesem Weg trennen sich Venture-Capital-Fonds von
Beteiligungsunternehmen, deren Entwicklung nicht planmäßig verläuft
und die sonst komplett abgeschrieben werden müssten. Teilweise
werden auch ganze (Rest-)Portfolios von
Venture-Capital-Gesellschaften veräußert, bei denen eine
Anschlussfinanzierung nicht gesichert ist. Generell übernimmt der
Käufer meist Beteiligungen, die schon in einem reiferen Stadium
sind, und vermeidet somit die risikoreichere Frühphase der
Finanzierung. Für das Startup ist ein Secondary Purchase meist mit
erheblichen Risiken verbunden, zuweilen aber gleichzeitig die
einzige Überlebenschance.
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Seed-Phase
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Gründungsphase eines Unternehmens, bei der die Geschäftsidee entwickelt und umgesetzt wird.
Die Seed-Phase ist die erste Phase einer Unternehmensgründung.
Sie ist gekennzeichnet durch die Umsetzung einer Geschäftsidee, die
Erstellung eines Geschäftskonzepts und die Herstellung erster
Prototypen. Gründungsunternehmen haben in dieser Phase zumeist
einen hohen Kapitalbedarf, da noch keine Umsätze generiert
werden.
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Sekundärmarkt
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Finanzmarkt, in dem emittierte Wertpapiere gehandelt werden.
Synonym: Umlaufmarkt; Gegensatz: Primärmarkt. Im Sekundärmarkt
werden Wertpapiere gehandelt und übertragen. Wichtige Eigenschaften
eines Sekundärmarktes sind daher eine hohe Liquidität und
Transparenz.
Die Sekundärmarktfähigkeit eines Wertpapiers am Kassamarkt wird
durch das Börsengesetz und die Börsenordnung geregelt. Für
ausländische Finanztitel kann sie durch Hinterlegungszertifikate
(ADRs, GDRs) erreicht werden.
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Selbstemission
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Emissionsart, bei der der Emittent versucht, seine Wertpapiere selbst, ohne Unterstützung durch ein Bankenkonsortium, bei den Anlegern zu platzieren
Eigenemissionen werden zumeist von Unternehmen durchgeführt, die
bereits über Geschäftsbeziehungen zum Anlegerpublikum und über ein
ausgebautes Absatzsystem für den Verkauf der Emission verfügen -
also i. d. R. Banken und Versicherungen. Im Vergleich zu einer
Fremdemission, bei der das Unternehmen seine Aktien über ein
Konsortialkonsortium platziert, ist die Eigenemission
kostengünstiger. Problematisch ist die Emissionsart jedoch bei
einer internationalen Platzierung oder einem großen
Emissionsvolumen. Zumindest der letztgenannte Fall kann das
emittenteneigene Absatzsystem schnell überfordern. Daher wird bei
der Eigenemission immer öfter das Internet zur Platzierung genutzt.
Eine Eigenemission wird oft durchgeführt, wenn sich das Unternehmen
bereits mit einem Großinvestor über den Verkauf der Emission
einigen konnte (Privatplatzierung). Synonyme: Eigenemission
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SENSIS
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Objektive Kennzahlen zur Risikomessung von Wertpapieren.
SENSIS generiert objektive Risikokennzahlen, die Investoren bei
Anlageentscheidungen unterstützen können. Dazu werden die im
Portfolio enthaltenen Kernrisiken, d.h. die Abhängigkeit einer
Position zur Entwicklung von Aktienmärkten, Rohstoffpreisen,
Wechselkurse o.ä. aufgezeigt. Investoren sehen auf einen Blick, mit
welchen Märkten ihr Portfolio korreliert und zu welchen Märkte es
sich gegenläufig verhält. In den Risikokennzahlen wird außerdem die
Diversifikation transparent. Anleger können heraus lesen, gegen
welche Risiken sie sich absichern sollten.
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Sensitivität (Optionsscheine)
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Dynamische Kennzahl, die die Preisänderung eines Optionsscheins bei einer Veränderung einer den Optionsschein beeinflussenden Größe misst.
Die wichtigsten Sensitivitäten sind: Delta, Gamma, Rho, Theta
und Vega.
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Settlement
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Abschluss und Erfüllung eines Börsengeschäfts, d. h. Austausch von Handelsobjekt und Geldgegenwert.
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Shareholder-Value
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Unternehmenswert im Sinne des Marktwertes des Eigenkapitals.
Das Shareholder Value-Konzept ist eine Unternehmensstrategie,
bei der in einer börsennotierten Gesellschaft Maßnahmen im
Vordergrund stehen, die dazu dienen, den Anteilseignernutzen zu
erhöhen oder, konkreter, den Unternehmenswert im Sinne des
Marktwertes des Eigenkapitals und damit das Aktionärsvermögen zu
steigern. Der Unternehmenswert ergibt sich dabei nicht aus dem
Gewinn, sondern aus den künftigen Zahlungsströmen des
Unternehmens.
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Sharpe Ratio
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Kennzahl zur Messung des Rendite-Risiko-Verhältnisses von Kapitalanlagen.
Die Sharpe Ratio, benannt nach dem Wirtschaftswissenschaftler
William F. Sharpe, misst die Mehrrendite eines Fonds über die
sichere Anlage pro Risikoeinheit. Liegt die Sharpe Ratio über eins,
hat das Wertpapier eine Mehrrendite erzielt. Bei einem Ergebnis
zwischen null und eins liegt die Rendite über der
Geldmarktverzinsung, entspricht jedoch nicht dem kalkulierten
Risiko. Bei einer negativen Sharpe Ratio erreicht die Rendite des
Wertpapiers nicht die einer risikolosen Geldmarktanlage.
Das Risiko wird mit der Volatilität, dem Maß für die
Schwankungsbreite eines Wertpapierkurses oder Index um seinen
Mittelwert in einem festen Zeitraum berechnet.
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Short Position
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Anlagesituation, in der ein Investor Wertpapiere verkauft, die er noch nicht besitzt, mit der Absicht, diese zu einem späteren Zeitpunkt günstig einzukaufen.
Gegensatz: Long Position.
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Sicherheitspuffer
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Differenz zwischen aktuellem Preis und der unteren Kursschwelle, der Sicherheitsschwelle, eines Zertifikats
Der Sicherheitspuffer wird in Prozent angegeben und gibt an, wie
weit der Kurs von der unteren Kursschwelle entfernt. Er entspricht
also dem Verlust, den der Basiswert machen kann, bevor die
Sicherheitsschwelle erreicht und damit die Sicherheitskomponenten
des Zertifikats unwirksam werden.
Mehr zu den Produkttypen
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Skontroführer
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Zur Feststellung von Börsenpreisen bestimmtes bzw. zugelassenes Finanzdienstleistungs- oder Kreditinstitut.
Skontroführer stellen im börslichen Präsenzhandel das Bindeglied
zwischen Käufer und Verkäufer eines Wertpapiers dar. Dabei ist für
jedes Wertpapier nur ein Skontroführer zuständig.
Laut Börsenordnung sind Skontroführer bei der Preisfeststellung
gehalten, diejenigen Aufträge zu berücksichtigen, die bis zum
Beginn der Preisfeststellung vorliegen. Die Skontroführer führen zu
diesem Zweck ein Orderbuch (Skontro), also eine Bestandsliste, in
der alle Kauf- und Verkaufsaufträge vermerkt sind.
Auf Basis dieser Auftragsdaten und ggf. unter Berücksichtigung
eines Referenzmarktes bilden Skontroführer den Preis. Bei Anlage-
und Hebelprodukten orientieren sie sich an den
Emittentenquotes.
Das Preisfeststellungsverfahren der Skontroführer wird von den
Handelsüberwachungsstellen (HÜSt) der jeweiligen Börse überwacht.
Zurzeit sind 15 Skontroführer für alle Werte im Präsenzhandel der
Börse Frankfurt zuständig.
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SMAX
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Ehemaliges Segment für kleine börsennotierte Unternehmen mit besonderen Transparenzanforderungen an der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse.
Das Börsensegment SMAX wurde im Zuge der Neusegmentierung des
Aktienmarktes zum 31. Dezember 2003 aufgelöst. Von den
SMAX-Unternehmen wechselte jeweils rund die Hälfte in Prime und
General Standard. Der SDAX-Index hat den SMAX-All-Share-Index als
Barometer für Unternehmen mit geringerer Börsenkapitalisierung
abgelöst.
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Sonstige Anlageprodukte
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In dieser Kategorie sind Zertifikate aufgeführt, die von den gängigsten Produkttypen abweichen.
Index-Zertifikate folgen in ihrer Entwicklung dem zugrunde
liegenden Index eins zu eins – sowohl bei steigenden als auch bei
fallenden Kursen
Reverse-Index-Zertifikate Bei einem Investment in diesen Typ, auch
Short- oder Bear-Zertifikate genannt, setzen Anleger explizit auf
sinkende Aktienkurse. Fällt also der zugrunde liegende Index,
gewinnt das Zertifikat an Wert.
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Sonstige Zertifikate
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In dieser Kategorie sind Zertifikate aufgeführt, die von den
gängigsten Produkttypen abweichen. Während etwa Index-Zertifikate
der Entwicklung eines zugrunde liegenden Index eins zu eins folgen
– sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen, setzen
Anleger bei einem Investment in Reverse-Index-Zertifikate, auch
Short- oder Bear-Zertifikate genannt, explizit auf sinkende
Aktienkurse. Fällt also der zugrunde liegende Index, gewinnt das
Zertifikat an Wert.
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Spanne
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Differenz zwischen dem besten Kauf- und Verkaufskurs für ein Wertpapier zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Die Geld-Brief-Spanne wird im offenen Orderbuch von Xetra®
veröffentlicht und im Präsenzhandel ausgerufen. Je enger die
Geld-Brief-Spanne ist (also je kleiner die Prozentzahl), desto
einheitlicher ist die Einschätzung der Marktteilnehmer hinsichtlich
des Werts einer Aktie.
Die Geld-Brief-Spanne ist ein verbreitetes Maß zur Bewertung der
Geld- und Kapitalmarkteffizienz, da bei engen Spannen die
Marktliquidität hoch und die Transaktionskosten niedrig sind.
Synonyme: Geld-Brief-Spanne, Spread
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Sparerfreibetrag
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Maximale Höhe der gesamten steuerfreien Einkünfte aus Kapitalvermögen
Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden usw.) sind
inklusive Werbungskostenpauschbetrag bei Ledigen bis zu einer Höhe
von 801 Euro, bei Verheirateten bis 1.602 Euro pro Jahr steuerfrei.
Einkünfte, die über dieser Summe liegen, unterliegen der
Abgeltungssteuer.
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Spekulationsfrist
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Ehemaliger Zeitraum, in dem Gewinne aus Wertpapiergeschäften steuerpflichtig waren
Die Spekulationsfrist bestand in Deutschland bis Ende 2008 und
betrug 12 Monate. In diesem Zeitraum unterlagen Gewinne aus dem An-
und Verkauf von Wertpapieren der Einkommensteuer. Mit Installierung
der Angeltungssteuer ab 2009 sind Gewinne unabhängig von der
Haltedauer eines Wertpapiers steuerpflichtig geworden.
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Spekulationsgewinn
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Gewinn aus dem An- und Verkauf von Wertpapieren
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Spezialfonds
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Investmentfonds, die nur einem begrenzten Anlegerpublikum zugänglich sind.
Spezialfonds werden von einer begrenzten Anzahl von
Anteilseignern gehalten, i. d. R. sind dies institutionelle
Investoren. Die Anteile dürfen nur mit Zustimmung der
Kapitalanlagegesellschaft übertragen werden. Die Anlagepolitik des
Fonds richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der
Anteilseigner. Die Fondsanteile werden ohne Ausgabeaufschlag
ausgegeben.
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Spezialitätenfonds
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Investmentfonds, die in Wertpapiere einer bestimmten Branche oder bestimmten Region investieren
Im Vergleich zu klassischen Investmentfonds haben
Spezialitätenfonds aufgrund ihrer fokussierten Anlagepolitik ein
höheres Risiko. Sie eignen sich für Anleger, die gezielt in
bestimmte Branchen investieren wollen.
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Spitzenrefinanzierungsfazilität (SRF)
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Möglichkeit für Geschäftsbanken im Euroraum, sich kurzfristig (über Nacht) Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zu beschaffen.
Als Preis für die Inanspruchnahme der SRF zahlen die
Geschäftsbanken den von der Zentralbank vorgegebenen
Spitzenrefinanzierungssatz (SRS). Die SRF stellt somit ein
wichtiges geldpolitisches Instrument der EZB dar. Sie ersetzte in
ihrer Funktion die Lombardpolitik der Deutschen Bundesbank.
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Spotmarkt
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Teilmarkt einer Börse, bei der die Erfüllung eines Geschäfts - also Lieferung, Abnahme und Bezahlung - innerhalb eines kurzen Zeitraums nach Abschluss des Geschäfts stattfinden muss.
In Deutschland beträgt dieser Zeitraum zwei Börsentage. Der
Kassamarkthandel an der FWB Frankfurter Wertpapierbörse wird sowohl
an der traditionellen Präsenzbörse als auch im elektronischen
Handelssystem Xetra abgewickelt. Gegensatz: Terminmarkt Synonyme:
Effektivmarkt, Kassabörse, Kassamarkt, Lokomarket
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Spread
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Differenz zwischen dem besten Kauf- und Verkaufskurs für ein Wertpapier zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Die Geld-Brief-Spanne wird im offenen Orderbuch von Xetra®
veröffentlicht und im Präsenzhandel ausgerufen. Je enger die
Geld-Brief-Spanne ist (also je kleiner die Prozentzahl), desto
einheitlicher ist die Einschätzung der Marktteilnehmer hinsichtlich
des Werts einer Aktie.
Die Geld-Brief-Spanne ist ein verbreitetes Maß zur Bewertung der
Geld- und Kapitalmarkteffizienz, da bei engen Spannen die
Marktliquidität hoch und die Transaktionskosten niedrig sind.
Synonyme: Geld-Brief-Spanne, Spanne
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Squeeze-out
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Verfahren, bei dem Minderheitsaktionäre durch Barabfindung aus einem Unternehmen herausgedrängt werden.
Laut § 327a Aktiengesetz hat der Mehrheitsaktionär, der
mindestens 95 Prozent der Stimmrechte auf sich vereinigt, das
Recht, die restlichen Aktionäre auszuschließen; sie müssen dann
ihre Aktien gegen Barabfindung an den Hauptaktionär übertragen.
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Stammaktie
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Aktie, die dem Inhaber die normalen Aktionärsrechte laut Aktiengesetz gewährt.
Gegensatz: Vorzugsaktie. Stammaktien sind die dominierende
Aktiengattung im deutschen Börsenwesen. Zu den darin verbrieften
Aktionärsrechten gehören insbesondere:
das Recht auf Zahlung einer Dividende
das Stimmrecht, Auskunfts- und Rederecht in der
Hauptversammlung
das Bezugsrecht bei der Ausgabe junger Aktien
das Auskunftsrecht
das Recht auf Anteil am Liquidationserlös
Die im Börsenhandel übliche Abkürzung für Stammaktien ist
„Stämme“.
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Standardabweichung
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Maß für die Schwankungsbreite eines Wertpapierkurses oder Index um seinen Mittelwert in einem festen Zeitraum
Anhand der Standardabweichung lässt sich - unabhängig von der
Marktentwicklung - das Gewinn- oder Verlustpotenzial einer Aktie
abschätzen. Dabei wird unterstellt, dass die
vergangenheitsbezogenen Werte auch für künftige Entwicklungen
Gültigkeit haben. Da die Kennzahl die zukünftig zu erwartende
Veränderung eines Wertes ausdrückt, ist sie bei der Bestimmung von
Optionspreisen von besonderer Bedeutung. Synonym: Volatilität
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Startup-Phase
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Gründungsphase eines Unternehmens, bei der die Infrastruktur aufgebaut und erste Geschäftsfelder durch Marketingaktivitäten erschlossen werden.
Gründungsunternehmen haben in dieser Phase zumeist einen hohen
Kapitalbedarf, da noch keine Umsätze generiert werden.
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Startup-Unternehmen
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Neu gegründetes Unternehmen
Startup-Unternehmen befinden sich noch im Aufbau und haben ihre
Produkte noch nicht in großem Umfang vermarktet.
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Stillhalter
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Verkäufer einer Option, der sich der Entscheidung des Käufers unterwirft, die Option auszuüben oder einen Barausgleich durchzuführen.
Ein Stillhalter liefert bei der Ausübung einer Option entweder
Geld oder Wertpapiere. Für sein „Stillhalten“ erhält er als Entgelt
den Optionspreis (Optionsprämie). Je nach Optionsart unterscheidet
man zwischen Stillhalter in Geld und Stillhalter in
Wertpapieren.
Der Stillhalter in Geld ist der Verkäufer einer Verkaufsoption
(Put-Option). Er ist verpflichtet, bei Ausübung der Option durch
den Optionsinhaber innerhalb der Optionsfrist den Basiswert zum
vereinbarten Basispreis zu kaufen.
Der Stillhalter in Wertpapieren ist der Verkäufer einer Kaufoption
(Call-Option). Er ist verpflichtet, bei Ausübung der Option durch
den Optionsinhaber innerhalb der Optionsfrist den Basiswert zum
vereinbarten Basispreis zu liefern.
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Stop-Buy-Order
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Kauforder, die erst beim Überschreiten eines bestimmten Kurses ausgeführt wird.
Bei einer Stop-Buy-Order wird ein Wertpapier gekauft, sobald der
Kurs eine bestimmte Grenze überschritten hat. Ein Motiv dafür
könnte sein, dass ein Anleger eine Aktie erst dann kaufen will,
wenn sie bereits von anderen Investoren an der Börse "entdeckt"
worden ist oder das Wertpapier einen technischen Widerstand
durchbrochen hat.
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Stop-Limit-Order
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Auftrag zum Kauf oder Verkauf, sobald das vorgegebene Preislimit (Stop-Limit) erreicht ist.
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Stop-Loss-Order
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Verkaufsorder, die erst beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses ausgeführt wird.
Mit einem Stop-Loss-Limit kann ein Aktionär Verluste bei einem
Kursrutsch begrenzen: Das Wertpapier wird ab der angegebenen
Untergrenze sofort verkauft. Der Vorteil einer Stop-Loss-Order ist,
dass der Anleger den Kurs einer Aktie nicht ständig verfolgen
muss.
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Stop-Loss-Schwelle
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Kursbarriere, bei deren Erreichen ein Knock-out-Produkt mit Restwert zurückgegeben wird.
Stop-Loss-Schwellen bei Hebelprodukten stellen eine Barriere dar. Wenn der zugrunde liegende Basiswert diese Barriere über- bzw. unterschreitet, verfällt der Knock-out-Schein. Es wird jedoch, anders als bei einem Knock-out-Produkt ohne Stop-Loss-Schwelle, ein geringer Restwert zurückgezahlt.
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Stop-Market-Order
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Auftrag zum Kauf oder Verkauf, sobald ein bestimmter Kurs erreicht ist.
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Stop-Order
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Kauf- oder Verkaufsorder, die erst ab einem bestimmten Preis ausgeführt wird.
Mit Stop-Orders legen Anleger bei Orderaufgabe fest, dass ihre Order erst dann ausgeführt wird, wenn ein bestimmter Preis (Limit) erreicht, über- bzw. unterschritten wird.
Der Vorteil von Stop-Orders ist, dass Anleger den Kurs eines Wertpapiers nicht ständig verfolgen müssen. Bei einem Kursrutsch beispielsweise können mit einem Stop-loss-Limit in der Regel Verluste begrenzt werden.
Es gibt zwei unterschiedliche Typen der Stop-Order:
- Stop-Market-Order: Eine Stop-Market-Order wird bei Erreichen des Limits als Market-Order in das Orderbuch eingestellt, und, je nach Marktlage, gegebenenfalls unverzüglich ausgeführt.
- Stop-Limit-Order: Eine Stop-Limit-Order wird bei Erreichen des Limits automatisch als Limit-Order das Orderbuch eingestellt, die wiederum erst bei Erreichen des zweiten Limits ausgeführt wird.
Zudem lassen sich zwei Ausprägungen der Limit-Order hinsichtlich der verfolgen Strategie unterscheiden:
- Das Stop-loss-Limit setzen Anleger zur Verlustbegrenzung ein. Die Wertpapierorder wird bei Erreichen oder Unterschreiten des Stop-Limits in eine unlimitierte Verkaufsorder (Bestens) umgewandelt und zur nächsten Preisfeststellung ausgeführt.
- Umgekehrt verhält es sich bei einem Stop-buy-Limit: Hier wird die Stop-buy-Order nach Erreichen oder Überschreiten des Stop-buy-Limits in eine Kauf-Order (Billigst) umgewandelt. Stop-buy-Orders können dabei helfen, an Kurstremds zu partizipieren.
Im Spezialistenhandel an der Börse Frankfurt werden Stop-Orders durch die Spezialisten-Quotes ausgelöst, auch Geld/Brief, bzw. Bid/Ask genannt. Eine Stop-loss-Order wird in eine Market- oder Limit-Order umgewandelt, wenn der Geld-Quote gleich dem Stop-Limit ist oder dieses unterschreitet. Eine Stop-buy-Order wird ausgelöst, wenn der Brief-Quote gleich dem Stop-Limit ist oder dieses überschreitet.
Das Auslösen einer Stop Order führt immer zu einem neuen Zeitstempel für diese Order. Bei Kapitalmaßnahmen, z. B. Dividendenzahlungen, erlöschen alle Stop-Orders im Orderbuch.
Verwandte Begriffe
Bestens
Billigst
Market-Order
Stop-Limit-Order
Stop-Market-Order
Stop-buy-Order
Stop-loss-Order
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Stop-Sell-Order
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Eine Stop-Sell-Order wird unter den gegenwärtigen Kurs gesetzt.
Die Order tritt nur dann in Kraft wenn ein Wert zum Stop-Preis
oder darunter gehandelt wird. Sie wird dann zu einer
Bestens-Verkaufs-Order. Wenn Stop-Sell Order zur Verlustbegrenzung
eingesetzt werden, bezeichnet man sie auch als
Stop-Loss-Auftrag.
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STOXX
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STOXX Limited gehört der Deutsche Börse AG und der SIX Swiss Exchange. STOXX berechnet und verteilt die STOXX Indizes.
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STOXX Europe 50
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Europäischer Aktienindex, der die Wertentwicklung der 50 wichtigsten und umsatzstärksten Aktien des gesamteuropäischen Raumes abbildet.
Der STOXX Europe 50-Index wurde Anfang 1998 von der Deutsche
Börse AG zusammen mit der Pariser Börse und der Schweizer Börse
sowie dem Unternehmen Dow Jones eingeführt. Er wird als Kurs- und
Performance-Index in Euro und US-Dollar berechnet. Zeitliche Basis
ist der 31. Dezember 1991 mit einem Wert von 1.000 Punkten.
Die Auswahlkriterien für die Zusammensetzung des Index sind die
Marktkapitalisierung und der Börsenumsatz der europäischen
Unternehmen.
Bis zum 1. März 2010 hieß der Index Dow Jones Stoxx 50.
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STOXX Indizes
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Indexfamilie, die die Wertentwicklung europäischer Aktien abbildet.
Stoxx Ltd. berechnet rund 300 Indizes. Dazu zählen auch der
STOXX Europe 50, der die nach Freefloat Marktkapitalisierung
größten Unternehmen Europas erfasst und der EURO STOXX 50, der die
größten Unternehmen der Eurozone erfasst. Basis der Indexberechnung
ist der 31.12.1991 mit einem Wert von 1.000 Punkten.
Neben den Bluechip-Indizes bietet STOXX regionale Indizes sowie
Indizes für einzelne Wachstumssegmente oder Branchen.
Für die Aufnahme eines Unternehmens in einen Index ist zusätzlich
zu dem indexspezifischen Kriterium die Marktkapitalisierung nach
Streubesitz des Unternehmens entscheidend. Die Indizes werden als
Kurs- und Performance-Indizes berechnet. Die dem Index zugrunde
liegenden Aktien werden dazu in aktuelle Euro- bzw. US-Dollarpreise
umgerechnet.
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Streifbandverwahrung
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Gesonderte Aufbewahrung und äußerliche, personalisierte Kennzeichnung der Wertpapiere eines Kunden
Wertpapiere in Streifbandverwahrung werden getrennt von den
Beständen der Bank und Dritter aufbewahrt. Streifbandverwahrt
werden Wertpapiere, die nicht zur Sammelverwahrung durch eine
Wertpapiersammelbank zugelassen sind, oder wenn der Hinterleger die
gesonderte Aufbewahrung verlangt. Der Name des Eigentümers wird auf
einem Papierstreifen o. ä. vermerkt, der die Wertpapiere umgibt.
Mäntel und Bögen werden aus Sicherheitsgründen getrennt aufbewahrt.
Entstehende Verwaltungskosten zahlt der Kunde. Der Vorteil der
Streifbandverwahrung für den Kunden ist, dass er die eingelieferten
Stücke wieder im Original erhält. Bei Streifbandverwahrung von
Wertpapieren bleibt der Hinterleger Eigentümer seiner Stücke.
Bestimmungen zu Streifbandverwahrungen sind im Depotgesetz § 2 vom
04.02.1937 und in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der
Bankengruppen geregelt. Gegensatz: Sammelverwahrung
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Streubesitz
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Frei handelbare Aktien eines Unternehmens im Besitz vieler Aktionäre.
Synonym: Freefloat. Zum Streubesitz zählen alle Aktien, die
nicht von Großaktionären (Anteil am Aktienkapital von über 5
Prozent) gehalten werden, also vom breiten Publikum erworben und
gehandelt werden können. Je höher der Streubesitzanteil ist, desto
höher ist in der Regel die Handelbarkeit einer Aktie.
Seit Juni 2002 werden die Werte in den Aktienindizes der Deutschen
Börse nach Börsenumsatz und Marktkapitalisierung auf Basis des
Streubesitzes gewichtet.
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Strike price
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Preis, zu dem der Basiswert einer Option gekauft oder verkauft werden kann. Der Basispreis wird im Optionskontrakt festgeschrieben.
Synonyme: Ausübungspreis, Basispreis, Bezugspreis,
Exercise price
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Stückaktien
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Nennwertlose Aktien.
Im Gegensatz zu Nennwertaktien, die auf einen bestimmten Betrag
als Anteil am Grundkapital lauten (z. B. 5 €), verbriefen
Stückaktien einen prozentualen Anteil am Grundkapital des
Unternehmens. Auf der Urkunde weisen Stückaktien nicht die
Beteiligungsquote aus, sondern lediglich z. B. die Bezeichnung
„Eine Aktie der Gesellschaft“. Dadurch wird die Berichtigung der
Aktienurkunden aufgrund von Kapitalmaßnahmen vermieden. Die
Beteiligungsquote einer Stückaktie kann anhand des in der Satzung
ausgewiesenen Grundkapitals errechnet werden. Stückaktien wurden in
Deutschland erstmals 1998 eingeführt.
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Stützungskäufe
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Wertpapierkäufe mit dem Ziel, ein Kurs- oder Zinsniveau zu halten bzw. einem Verfall entgegenzuwirken.
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Swap
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Tauschvereinbarung zwischen Schuldnern.
Zins- und Währungsswaps sind eine Möglichkeit, kostengünstig
Fremdkapital aufzunehmen. Beim reinen Zinsswap tauschen zwei
Schuldner unterschiedlicher Bonität Zinszahlungsverpflichtungen.
Diese Verpflichtungen lauten auf dieselbe Währung. Wesentlich ist
hierbei, dass die auf den gleichen Ausgangsbetrag zu leistenden
Zinsen unterschiedlichen Zinsberechnungen (fest vs. variabel)
unterliegen. Außerdem dürfen durch den Swap keine gegenseitigen
Kapitalforderungen entstehen. Der Sinn eines Swapgeschäfts liegt
darin, einen Bonitätsvorteil gegen entsprechende Honorierung
abzugeben. Die eine Seite erhält für die Weitergabe ihrer Bonität
einen Gegenwert, die andere Seite profitiert von geringeren
Zinszahlungen. Ähnliches gilt bei Währungsswaps: Hier lauten die zu
tauschenden Verbindlichkeiten auf verschiedene Währungen.
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Switch
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Umstrukturierung innerhalb eines Portfolios
Bei einem Switch werden Wertpapiere, deren Aussichten als
schlecht beurteilt werden verkauft. Die Erlöse werden dann in
Anlagen investiert, deren Aussichten günstiger eingeschätzt werden.
Dieser Kauf und Verkauf findet gleichzeitig zwischen zwei
Kontrahenten statt.
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Synthetische Anleihe
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Fiktive, künstliche Anleihe mit standardisierten Merkmalen, die aus einer real existierenden Anleihe berechnet wird.
Synonym: Notional Bond. Synthetische Anleihen ermöglichen den
Vergleich der Renditen von unterschiedlichen Anleihen. Dazu werden
die Kuponzahlungen, Laufzeiten und Renditen so umgerechnet, dass
die Anleihen zum Basiszeitpunkt denselben Wert haben.
Ein Beispiel für die Verwendung einer synthetischen Anleihe ist der
Rentenindex REX®, der sich nicht aus den Preisen realer Anleihen
errechnet, sondern aus synthetischen Anleihen. Diese werden v. a.
im Terminhandel verwendet, wo Future-Kontrakte mit synthetischen
Anleihen beliefert werden und die Lieferverpflichtung durch die
Umrechnung einer realen Anleihe erfüllt wird.
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