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Börse Frankfurt

Devisen: Eurokurs sinkt vor EU-Krisengipfel auf Zwei-Wochentief

27.06.2012 21:10

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Je näher der EU-Gipfel rückt, desto stärker gerät der
Eurokurs  unter Druck: Am Mittwoch fiel die Gemeinschaftswährung noch
etwas tiefer unter die Marke von 1,25 US-Dollar. Die schlechten Vorzeichen
belasteten die Kurse, wenngleich sich die Anleger vor dem Spitzentreffen in
Brüssel zurückhielten, sagten Händler. Zuletzt wurde der Euro bei 1,2460 Dollar
notiert. Seit Mitte vergangener Woche hat er damit fast drei Cent verloren. Die
Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,2478 (Dienstag: 1,2475)
Dollar festgesetzt.

    Die überraschend deutliche Ablehnung gemeinschaftlicher Haftung im Euroraum
durch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hält auch den Devisenmarkt in
Atem. Merkel sagte am Dienstagabend vor der FDP-Bundestagsfraktion nach Angaben
von Teilnehmern, Eurobonds werde es nicht geben, "solange ich am Leben bin". Vor
dem EU-Gipfel stehen die Zeichen damit auf Konflikt. "Wir sind im Endspielmodus
um die Eurozone", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank.
Merkels Äußerung sei implizit und wahrscheinlich ungewollt "eine Aufforderung an
die internationalen Märkte, der Eurozone den Rücken zu kehren".        

    Für zusätzliche Ernüchterung bei Investoren sorgten weitere schlechte
Nachrichten aus Spanien: Die dortige Wirtschaft droht, immer tiefer in die
Rezession zu rutschen. Die Konjunktur breche auf breiter Front ein, warnte die
spanische Notenbank in ihrem Monatsbericht. Eine Reihe von Indikatoren weisen
den Angaben zufolge darauf hin, dass der Rückgang sich in der Zeit von April bis
Juni noch beschleunigt habe. Mit Italien kommt auch das zweite große Krisenland
nicht aus der Misere. Bei einer Auktion sechsmonatiger Schuldverschreibungen
nahm der Zinsdruck am Mittwoch weiter zu. Die Luft bei der Geldaufnahme wird
immer dünner./la/ck


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