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Börse Frankfurt

Aktien Europa: Deutliche Verluste - Eurokrise und Konjunktursorgen

23.07.2012 12:18

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    PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Eurokrise und wieder angeheizte
Konjunktursorgen haben die europäischen Aktienmärkte am Montag deutlich ins
Minus gedrückt. Der EuroStoxx 50  büßte gegen Mittag 2,44 Prozent auf
2.182,76 Punkte ein. In Paris verlor der CAC 40  2,09 Prozent auf
3.127,24 Punkte, während der britische FTSE 100  um 1,69 Prozent auf
5.556,27 Punkte sank. 

    Börsianer begründeten die trübe Stimmung unter anderem mit der Warnung eines
Mitgliedes der chinesischen Zentralbank, wonach sich das Wachstum im Reich der
Mitte weiter abschwächen könnte. Zudem mehrten sich die Befürchtungen bezüglich
eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone. Medienberichten zufolge sind
sowohl der Internationale Währungsfonds als auch die deutsche Regierung nicht
mehr bereit, der Regierung in Athen über die bisherigen Zusagen hinaus Kredite
zur Verfügung zu stellen. 

    Darüber hinaus muss nach Valencia auch die autonome spanische Region Murcia
wegen ihrer großen Schuldenprobleme im Südosten des Landes Finanzhilfen in
Madrid beantragen. Angesichts dessen verschärfte sich die Lage am Anleihemarkt
Spaniens zu Wochenbeginn abermals deutlich und droht zu eskalieren. Die Renditen
für spanische Staatsanleihen erreichten am Montag in vielen Laufzeiten neue
Rekordstände. Ferner hatten die härtesten Sparmaßnahmen in der Geschichte der
spanischen Demokratie das Land im zweiten Quartal tiefer in die Rezession
gedrückt.

    Aus Branchensicht verbuchten Bankaktien  vor diesem Hintergrund
mit einem Minus von durchschnittlich 3,98 Prozent die europaweit größten
Verluste. Am EuroStoxx-Ende sackten die Papiere von Intesa SanPaolo 
 um 8,37 Prozent ab auf 0,8590 Euro. Die Aktien von BNP Paribas
 , Unicredit   und ING  
büßten bis zu 7,23 Prozent ein. 

    In Großbritannien wiesen die Aktien von Bergbaugesellschaften wie etwa
Vedanta   oder Kazakhyms  mit die größten Abschläge
von bis zu 4,60 Prozent auf. Börsianer verwiesen auf die sinkenden
Rohstoffpreise als zusätzliche Belastung. 

    Für einen Lichtblick aber sorgten die Aktien von Philips 
. Sie stemmten sich gegen den negativen Markttrend und schnellten an
der EuroStoxx-Spitze um 7,03 Prozent nach oben. Der Elektronikkonzern hatte im
zweiten Quartal trotz der Euro-Schulden-Krise seinen Umsatz stärker als gedacht
gesteigert. Grund dafür war eine wachsende Nachfrage für Medizintechnik,
LED-Lampen und Unterhaltungselektronik in den Schwellenländern. Philips habe
sektorübergreifend starke Erlöse erwirtschaftet, schrieb der Experte Ingo-Martin
Schachel von der Commerzbank in einer Studie./la/ag



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