Aktien Frankfurt: Leichte Verluste - Händler: 'Markt zwischen Hoffen und Bangen'
09.07.2012 12:13
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Leichte Verluste am deutschen Aktienmarkt haben zum Wochenstart die anhaltende Unsicherheit der Investoren widergespiegelt. Der Daxgab bis zum Mittag 0,16 Prozent auf 6.400,16 Punkte nach. In der Vorwoche hatte der deutliche Verlust am Freitag zu einem insgesamt schwächeren Wochenabschluss geführt. Der MDax gab am Montag 0,03 Prozent auf 10.445,45 Punkte ab. Der TecDax fiel zuletzt um 0,16 Prozent auf 755,39 Punkte zurück. Helaba-Analyst Christian Schmidt sprach von einer anhaltenden Verunsicherung an den Aktienmärkten. Darüber hinaus übe die anhaltende Schwächephase des Euros einen gewissen Druck aus. Insgesamt stünden in dieser Woche einige Termine an, die das Potenzial hätten, für einen unruhigen Markt zu sorgen. In das gleiche Horn blies Jürgen Jänsch, Leiter Aktienhandel bei der Hellwig Wertpapierhandelsbank. "Der Markt bewegt sich zwischen Hoffen und Bangen." Nach den deutlichen Verlusten zum Schluss der vergangenen Woche konsolidiere der Markt die Verluste nun erst einmal. Der Markt hoffe wieder mal auf die Fed am Mittwoch. Einige Investoren hofften auf das Öffnen der Geldschleuse um die lahmende Konjunktur anzuschieben. METRO-AKTIE BRICHT EIN NACH INTERVIEW Beim Blick auf die Kurstafeln fielen vor allem die Aktien der Metro negativ auf. Sie sackten zuletzt um mehr als sechs Prozent ab. Konzernchef Olaf Koch hatte der "Bild am Sonntag" gesagt, die Euro-Krise verderbe den Deutschen die Kauflust. "Wir rechnen beim Konsum in diesem Jahr bestenfalls noch mit einem kleinen Plus. Das hat deutliche Auswirkungen auf unser Geschäft." Ein Händler sagt dazu: "Das ist nicht unbedingt ein Interview, das man als besonders optimistisch bezeichnen würde." Derzeit gingen die Analysten im Schnitt für das laufende Jahr von einem nahezu unveränderten Umsatz aus. Insgesamt bewertete er die Aussagen eher negativ. Weitere Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer gilt an diesem Montag auch dem Start der US-Berichtssaison an diesem Abend nach Handelsschluss. Alcoa wird mit seinen Zahlen die Berichtssaison zum zweiten Quartal einläuten. Hierzulande stand mit ThyssenKrupp bereits ein Rohstoffwert im Blick. Das US-Anlegermagazin "Barron's" hatte einem Börsianer zufolge berichtet, die geplanten Verkäufe der weniger profitablen Sparten dürften den Aktienkurs wieder über 20 Euro hieven. Sogar ein kompletter Ausstieg aus dem Stahlgeschäft sei offenbar nicht undenkbar, zitierte er weiter. Insgesamt dürfte sich ein solcher Prozess aber alles andere als einfach gestalten. Der Aktie könnte es zunächst helfen, ihr positives Momentum wieder aufzunehmen, kommentierte der Händler. Nach einem verhaltenen Auftakt gehörten die Stahlaktien zuletzt mit einem Kursplus von knapp einem Prozent zu den größten Gewinnern. STUDIEN BEWEGEN GEA UND DEUTZ Beim MDax-Favoriten Gea Group wirkte sich ein Analystenkommentar von Barclays positiv aus. Die Aktien zogen um 1,24 Prozent auf 22,110 Euro an. Abgeschlagen mit einem Kursverlust von 2,42 Prozent gaben die Deutz-AKtien nach einem Analystenkommentar nach. Im TecDax verteuerten sich Nordex-Titel um knapp ein Prozent. Der Windturbinenbauer rechnet einem Interview mit Unternehmenschef Jürgen Zeschky in der "WirtschaftsWoche" zufolge trotz des Abschieds aus dem Geschäft mit Meereswindparks sowie der Probleme in China 2012 mit schwarzen Zahlen./rum/ag
