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Börse Frankfurt

Aktien Frankfurt Schluss: Schwache China-Daten belasten deutschen Aktienmarkt

10.08.2012 18:16

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei Tagen ohne klare Tendenz hat der Dax
 am Freitag etwas nachgegeben. Marktexperten verwiesen auf schwache
Konjunkturdaten aus China als Belastungsfaktor. Der deutsche Leitindex ging mit
einem Abschlag von 0,29 Prozent auf 6.944,56 Punkte in das Wochenende. Damit
bleibt er in Reichweite zur 7000-Punkte-Marke, an der er in den vergangenen
Tagen mehrmals gescheitert war. Auf Wochensicht legte der Dax um 1,15 Prozent
zu. Der MDax  gab am Freitag um 0,09 Prozent auf 11.054,55 Punkte
moderat nach, und der TecDax  sank um 0,49 Prozent auf 782,50 Punkte.

    Angesichts der aktuellen Daten zum chinesischen Außenhandel nehme die Sorge
zu, dass Chinas Wirtschaft weiter an Dynamik verliere, sagte Analyst Dirk Gojny
von der National-Bank. Laut Lars Kremkow, Marktstratege bei Activtrades, "sieht
es so aus, als hätten sich die Marktteilnehmer darauf geeinigt, richtungweisende
Entscheidungen im Dax erst in der kommenden Woche zu klären."

THYSSENKRUPP AN DAX-SPITZE

    Auf der Tagesagenda stand zum Wochenschluss eine Reihe von
Unternehmensberichten. Die Aktien von ThyssenKrupp  gewannen an der
Dax-Spitze 5,11 Prozent. Der operative Quartalsgewinn des Industrie- und
Stahlkonzerns war weniger stark als befürchtet eingebrochen. Dazu kam ein
bestätigter Ausblick. Dagegen belasteten mehrere Abstufungen infolge der am
Vortag vorgelegten schwachen Zahlen die Commerzbank -Aktien. Sie
verbilligten sich am Dax-Ende um weitere 3,17 Prozent und kosten mittlerweile
nur noch 1,190 Euro.

    Beim Versicherer Hannover Rück  hatten im zweiten Quartal
ungünstige Finanzgeschäfte den Gewinn belastet. Das operative Ergebnis habe die
Markterwartungen deutlich verfehlt, kommentierte Berenberg-Analyst Tom
Carstairs. Mit einem Minus von 2,27 Prozent landeten die Titel am MDax-Ende.
Gleich dahinter verloren die Rheinmetall -Aktien nach Zahlen 2,20
Prozent. Der starke Auftragseingang der Rüstungssparte kam am Markt gut an. Das
operative Konzernergebnis sei aber von Sondererträgen verzerrt worden, monierten
Analysten.

BECHTLE SCHWACH

    Die Bechtle -Titel gaben nach durchwachsenen Zahlen um 1,46 Prozent
nach und nahmen damit einen der hinteren Plätze im TecDax ein. Der
IT-Dienstleister hatte dank des starken Heimatgeschäfts zwar ein solides zweites
Quartal hingelegt und mit dem hohen Umsatzanstieg für eine positive Überraschung
gesorgt. Der Gewinn war aber wegen expansionsbedingter Personalkosten hinter den
Erwartungen geblieben.

    Der EuroStoxx 50  gab um 0,57 Prozent auf 2423,22 Punkte. In Paris
schloss der Cac-40-Index mit moderaten Verlusten und der Londoner FTSE 100
 ging mit kaum nennenswerten Abschlägen aus dem Handel. Am
US-Aktienmarkt stand der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss leicht im
Minus.

BUND-FUTURE LEGT ZU

    Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter
Bundeswertpapiere von 1,16 Prozent am Vortag auf 1,11 Prozent. Der Rentenindex
Rex  stieg um 0,33 Prozent auf 134,85 Punkte. Der Bund-Future
 gewann 0,37 Prozent auf 143,34 Punkte. Der Euro 
fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf
1,2262 (Donnerstag: 1,2301) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8155
(0,8129) Euro./ajx/he

    --- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---


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