Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich - Chinesische Konjunkturdaten belasten
10.08.2012 19:27
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BUDAPEST/MOSKAU/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen
Börsen haben sich am Freitag mit leichten Verlusten in das Wochenende
verabschiedet. Schwache chinesische Außenhandelsdaten hatten europaweit für
kleine bis mittlere Abschläge gesorgt. Einzig der Handel in Tschechien trotzte
dem negativen europäischen Umfeld und schloss leicht über dem Vortagesniveau.
An der Warschauer Börse ging es für den Leitindex Wig-20 um 0,27 Prozent auf
2.313,09 Punkte abwärts. Der breiter gefasste Wig-Index verlor 0,23
Prozent auf 41.878,23 Zähler. Den schwachen chinesischen Konjunkturdaten konnte
die polnische Statistikbehörde zumindest gute regionale Daten entgegen stellen.
Demnach konnte Polen seine Handelsbilanz verbessern. Das Handelsdefizit war
in der Periode von Januar bis Juni auf 5,9 Milliarden Euro zurückgegangen. Im
ersten Halbjahr des Vorjahres hatte der Importüberschuss noch bei 8,1 Milliarden
Euro gelegen. Die Exporte legten um 1,1 Prozent auf 68,3 Milliarden Euro zu,
während die Importe um 1,9 Prozent auf 74,2 Milliarden Euro fielen.
Zahlen legte unter anderem Agora vor. Der Umsatz des
Medienkonzern war im zweiten Quartal um 11,3 Prozent gesunken und der Gewinn war
fast völlig um 91,3 Prozent auf 2,3 Millionen Polnische Zloty eingebrochen. Die
Aktien büßten 3,71 Prozent auf 8,04 Zloty ein.
Verluste nach der Zahlenvorlage verzeichneten auch Asseco, die um 1,97
Prozent auf 45,39 Zloty abrutschten. Im zweiten Quartal hatte der
Internetkonzern etwas weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz
hatte hingegen zugelegt.
Auch die Budapester Börse beendete die Sitzung am Freitag mit moderaten
Kurseinbußen Der Leitindex Bux gab um 0,28 Prozent auf 17.839,54
Punkte nach.
Nach den am Vortag präsentierten enttäuschenden Halbjahreszahlen rutschten
Papiere des Telekomkonzerns MTEL den zweiten Tag in Folge ab. Die Titel
verbilligten sich um 0,76 Prozent auf 391,00 Forint.
Eine deutliche Gegenbewegung zum negativen Vortagstrend war indes bei
Estmedia zu beobachten, die um 7,69 Prozent auf 28,00 Ungarische Forint nach
oben sprangen und damit an der Spitze des Bux notierten. Richter Gedeon
verbesserten sich um 1,36 Prozent auf 40.400,00 Forint.
Größte Verlierer im ungarischen Leitindex waren ANV mit einem Minus von 2,03
Prozent auf 386,00 Forint.
Die Börse in Prag profitierte von guten Zahlen aus dem Energiesektor.
Gestützt von Aufschlägen bei CEZ kletterte der Leitindex PX um 0,19
Prozent auf 926,4 Punkte. Zudem besänftigten gute regionale Konjunkturdaten die
Stimmung.
Die Inflationsrate war im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent gesunken. Im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat war die Teuerungsrate auf 3,1
Prozent zurückgefallen. Im Juni hatte sie noch bei 3,5 Prozent gelegen.
Auf Unternehmensseite standen mit ihrer Bilanz CEZ im Mittelpunkt.
Die Titel legten um 1,86 Prozent auf 738,00 Tschechische Kronen vor. Der
Energieriese hatte im ersten Halbjahr seinen Nettogewinn im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 27,2 Milliarden Kronen gesteigert.
Ansonsten blieben die Umsätze aufgrund fehlender Impulse eher gering.
Komercni Banka schlossen unverändert bei 3700,00 Kronen.
Die größten Abschläge bei sehr dünnem Volumen verzeichneten KITD, die um 4,28
Prozent auf 61,45 Kronen zurückfielen.
Beim Moskauer RTS-Interfax-Index stand zu Handelsende ein
Verlust von 1,37 Prozent auf 1.427,33 zu Buche./tav/he
