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Börse Frankfurt

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Gewinne - Anhaltende Hoffnung auf US-Impulse

18.07.2012 10:33

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die anhaltende Hoffnung auf Konjunkturimpulse aus den
USA hat den Dax am Mittwoch kurz über die Marke von 6.600 Punkten gehievt. Der
Leitindex  stand zuletzt noch 0,28 Prozent höher bei 6.595,74 Punkten,
nachdem er zum Handelsschluss am Dienstag noch an der Schwelle von 6.600 Punkten
gescheitert war. Für den MDax  ging es zur Wochenmitte um 0,52 Prozent
auf 10.704,82 Punkte hoch und der TecDax  gewann 0,51 Prozent auf
759,33 Punkte. 

    Der Chef der US-Notenbank (Fed), Ben Bernanke, hatte zwar in seiner Rede am
Dienstag keine konkrete Strategie weiterer geldpolitischer Lockerungen
dargelegt. Die Marktteilnehmer zeigten sich aber mehr und mehr zuversichtlich,
dass er am Ende keine andere Wahl hat, als bei einer sich weiter
verschlechternden Wirtschaft die Konjunktur zu stützen, sagte Händler Markus
Huber von ETX Capital. Auf der Tagesagenda stehen unter anderem am frühen
Nachmittag die Zahlen der Bank of America   sowie später
Immobiliendaten und nach Börsenschluss der Konjunkturbericht der Fed.

PUMA SENKT PROGNOSEN

    Hierzulande verstimmte der Sportartikelhersteller Puma seine Aktionäre. Das
Unternehmen kommt wegen eines schwachen Europa-Geschäfts aus dem Tritt. Nach
vorläufigen Berechnungen fielen operatives Ergebnis und Konzerngewinn im ersten
Halbjahr um etwa 11 beziehungsweise 13 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Der
Konzern will seinen Sparkurs deshalb verschärfen und den Konzernumbau
beschleunigen. In Folge dessen senkte Puma seine Umsatz- und Gewinnerwartungen
für das Gesamtjahr. Ein Händler sprach von einer "heftigen Warnung". Für die
Puma-Titel  ging es am MDax-Ende um 4,90 Prozent nach unten auf 214,50
Euro. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Papiere des Wettbewerbers
Adidas , die im Dax um 0,43 Prozent fielen.

    Verluste von bis zu 1,79 Prozent verbuchten die Finanzwerte Deutsche Bank
 und Commerzbank . Börsianer begründeten dies mit den neusten
Nachrichten zur Credit Suisse  , die den Befreiungsschlag
plant. Mit den massiven Maßnahmen der Credit Suisse zur Stärkung ihrer
Kapitalausstattung sei auch der deutsche Branchenprimus Deutsche Bank wieder in
den Fokus von Spekulationen auf ähnliche Schritte gerückt, hieß es aus dem
Handel. Erst Ende Juni hatten die neuen Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain und
Jürgen Fitschen entsprechenden Sorgen jedoch die Zusicherung entgegen gehalten,
dass man sehr zuversichtlich sei, die Anforderungen vor allem aus Basel III aus
eigener Kraft zu erfüllen. 

STAHLWERTE UNEINHEITLICH 

    Wiederum im MDax sorgten negative Analystenkommentare für Kursverluste von
bis zu 3,30 Prozent bei den Aktien von Klöckner & Co (KlöCo)  sowie
Salzgitter . Die britische Bank HSBC etwa hatte die Titel des
Stahlhändlers KlöCo auf "Neutral" abgestuft. Es gebe bisher keine Anzeichen
einer Erholung im Stahlmarkt, schrieb Analyst Jürgen Siebrecht in einer Studie.
Die Commerzbank senkte ihr Votum für die Salzgitter-Papiere auf "Hold".

    Die Aktien von ThyssenKrupp aber trotzen der negativen
Branchenstimmung und stiegen dank positiver Analystenkommentare um 0,78 Prozent.
So hält Eerik Budarz von Silvia Quandt Research eine positive Überraschung für
möglich, wenn der Konzern am 10. August über das dritte Geschäftsquartal
berichtet. Neben der Nachfrage aus dem Autosektor und einer zumindest stabilen
Kapazitätsauslastung bei Steel Americas könnte jeder kleinste Hinweis auf einen
Verkauf dieses Geschäftsbereichs "immens positive Impulse" geben, so der
Experte. Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel hob den Stahlsektor auf
"Neutral" - Thyssen ist seine einzige Kaufempfehlung./la/rum


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