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Börse Frankfurt

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow zeitweise auf Dreimonatshoch nach Job-Daten

03.08.2012 22:32

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Positiv aufgenommenen US-Arbeitsmarktdaten haben am
Freitag die Wall Street beflügelt und den Dow Jones Industrial 
zeitweise auf den höchsten Stand seit drei Monaten katapultiert. Mit
Leichtigkeit übersprang der Leitindex wieder die Marke von 13.000 Punkten und
stieg weiter über 13.100 Punkte. Mit einem Aufschlag von 1,69 Prozent bei
13.096,17 Punkten ging er in das Wochenende und machte seine Verluste seit den
vergangenen vier Handelstagen wieder mehr als wett. Im Wochenvergleich betrug
das Plus 0,16 Prozent. Der marktbreite S&P 500-Index  rückte am Freitag
um 1,90 Prozent auf 1.390,99 Punkte vor. An der Technologiebörse gewann der
Nasdaq Composite Index  2,00 Prozent auf 2.967,90 Punkte. Der
Auswahlindex Nasdaq 100  legte um 1,92 Prozent auf 2.676,00 Punkte
zu.

    Ein Marktexperte brachte die beiden Aspekte des aktuellen
Arbeitsmarktberichts der Vereinigten Staaten auf den Punkt: Auf der einen Seite
habe es eine positive Überraschung durch die deutlich höher als erwartet
ausgefallene Zahl der Neubeschäftigten gegeben. Diese lag mit 163.000 weit über
den erwarteten 100.000 neuen Stellen. Auf der anderen Seite bestünde weiterhin
eine Chance auf neue geldpolitische Maßnahmen durch die Notenbank Fed, da die
Arbeitslosenquote im Juli ebenfalls gestiegen sei und den höchsten Stand seit
fünf Monaten erreichte, sagte er. Börsianer hoben zudem noch die inzwischen
wieder freundlichere Stimmung im US-Dienstleistungssektor hervor. Sie lieferte
laut Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital "weitere positive Impulse".

KRAFT UND HP SPITZENWERTE IM DOW

    Die Favoriten im Dow waren die Aktien von Kraft Foods  
mit plus 4,03 Prozent auf 40,51 US-Dollar sowie die von Hewlett-Packard (HP)
  mit plus 4,05 Prozent auf 18,26 Dollar. Der
Lebensmittelkonzern Kraft hatte im zweiten Quartal nicht nur einen überraschend
hohen Gewinn erzielt, sondern will sich auch am 1. Oktober nach Handelsschluss
aufspalten. Zu HP hieß es in einem Bericht der "Financial Times", dass dieser
vom Softwarekonzern Oracle   nach dessen Niederlage in einem
monatelangen Chip-Streit wohl Schadensersatz einklagen wolle. Derweil ging ein
fünfjähriger Streit wegen Datenklaus zwischen Oracle und seinem deutschen
Rivalen SAP  zugunsten der Amerikaner aus. Die Oracle-Aktien rückten um
2,67 Prozent vor. 

    Die Aktien von Procter & Gamble   stiegen nach einem
überraschend kräftigen Gewinnanstieg im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal um
3,13 Prozent. Die AIG-Anteilsscheine   schlossen mit 1,62
Prozent im Plus. Einerseits hatte der Versicherer Quartalszahlen bekannt
gegeben, andererseits informierte das Finanzministerium, dass die USA ihren
Anteil an dem in der Finanzkrise vom Staat geretteten Konzern weiter abbaue.
Aktien im Wert von 4,5 Milliarden Dollar sollen unter das Volk gebracht werden.
AIG hat bereits zugesagt, aus diesem Paket Anteilsscheine im Wert von bis zu 3
Milliarden Dollar zu übernehmen.

LINKEDIN ZEIGT FACEBOOK WAS EINE HARKE IST

    Unter den Technologiewerten stachen die Aktien des weltgrößten beruflichen
Online-Netzwerks LinkedIn  hervor. Dieses hatte - ganz im Gegensatz
zum Online-Netzwerk Facebook  - seinen Quartalsumsatz fast verdoppt. Die
Aktien sprangen daraufhin um 16,05 Prozent hoch. Die Facebook-Aktien rückten
nach mehrtägigen Verlusten und einem tags zuvor erreichten Rekordtief bei 19,82
Dollar um 5,24 Prozent auf 21,09 Dollar vor. 

    Dass der französische Medienkonzern Vivendi   laut einem
Bericht der "Financial Times" den möglichen Verkauf seines Anteils an Activision
Blizzard   vorerst auf Eis gelegt hat, bescherte den Aktien
des größten US-Computerspieleverlags als Schlusslicht im Nasdaq 100 ein Minus
von 5,52 Prozent.

KNIGHT CAPITAL ERHOLEN SICH WIEDER KRÄFTIG

    Im Blick standen erneut auch die Titel von Knight Capital , die mit
plus 56,98 Prozent auf Erholungskurs gingen. Sie profitierten davon, dass der
durch Handelsturbulenzen am Mittwoch schwer angeschlagene Finanzdienstleister
kurzfristig Kredit erhalten hat, um seine Geschäfte fortzuführen. Zudem haben TD
Ameritrade und laut CNBC auch Scottrade ihren Handel bei Knight wieder
aufgenommen. Die Aktien waren in den vergangenen zwei Tagen um 75 Prozent
eingebrochen, nachdem am Mittwoch ein offensichtlich falsch programmiertes
Handelssystem von Knight bei einigen Aktien an der Wall Street für massive
Kursausschläge und Handelsaussetzungen gesorgt hatte. In nicht einmal einer
Stunde war dem Unternehmen dadurch ein Vorsteuerverlust von 440 Millionen Dollar
entstanden./ck/he


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