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Börse Frankfurt

ROUNDUP/Aktien New York: Verluste - Vorsicht vor Euro-Treffen und Alcoa-Zahlen

09.07.2012 16:31

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Vor einem Treffen der Euro-Finanzminister und dem
Beginn der US-Berichtssaison hat die Wall Street am Montag Verluste erlitten.
Der Dow Jones Industrial  gab um 0,48 Prozent auf 12.711,13 Punkte
nach. Damit knüpfte der Leitindex an die negative Entwicklung der vergangenen
zwei Börsentage an. Der marktbreite S&P 500-Index  verlor 0,36 Prozent
auf 1.349,87 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite Index
 um 0,41 Prozent auf 2.925,36 Punkte, und der Auswahlindex Nasdaq 100
 büßte 0,33 Prozent auf 2.603,78 Punkte ein. 

    Marktbeobachter verwiesen auf die wieder deutlich gestiegenen Renditen für
spanische Staatsanleihen als Krisenindikator. Vor dem Treffen der
Euro-Finanzminister musste Spanien für Papiere mit einer zehnjährigen Laufzeit
fast sieben Prozent Zinsen zahlen. Auch die Renditen für italienische Titel
legten zu und notierten bei gut sechs Prozent. Zudem sorgten sich die Anleger um
die Gewinnentwicklung der Unternehmen und knabberten immer noch an den
Nachwirkungen des enttäuschenden Arbeitsmarktberichts vom Freitag. Als weitere
Belastungsfaktoren wurden schwache Maschinenbau-Aufträge in Japan und der
Rückgang der Inflation in China auf den niedrigsten Stand seit 29 Monaten
genannt. Letzeres deutet daraufhin, dass die Wachstumslokomotive der
Weltwirtschaft an Fahrt verloren hat. Dies hatte bereits die Kurse in Asien
deutlich belastet.

    Für die Alcoa-Titel   ging es bereits vor der Zahlenvorlage
im Dow um überdurchschnittliche 0,80 Prozent bergab. Der Aluminiumkonzern
eröffnet nach Börsenschluss traditionell die Berichtssaison für das abgelaufene
Quartal. Die Anleger achten auch deshalb besonders auf dieses Zahlenwerk, weil
die Geschäfte des Unternehmens stark von der Konjunkturentwicklung abhängen und
damit einen Hinweis auf die Entwicklung der US-Wirtschaft liefern.

    Die ebenfalls im US-Leitindex notierten Boeing-Anteilsscheine 
 rückten hingegen um 0,42 Prozent vor. Der Flugzeugbauer hatte einen
Großauftrag für seinen modernisierten Mittelstreckenflieger 737-MAX erhalten.
Der US-Flugzeugfinanzierer Air Lease Corporation (ALC)  bestellte 75
Maschinen und sicherte sich Optionen für weitere 25 Exemplare, wie ALC-Chef
Steven Udvar-Hazy und Boeing-Verkehrsflugzeugchef Ray Conner auf der
Luftfahrtmesse in Farnborough bei London mitteilten. Die ALC-Titel gaben 0,88
Prozent ab. 

    Derweil stiegen die Titel von United Technologies   um
minimale 0,03 Prozent. Die Tochter Pratt & Whitney und der deutsche Konzern MTU
 hatten einen Großauftrag von den Philippinen erhalten. Die
Fluggesellschaft Cebu Pacific orderte für ihre bereits bestellten 30
Airbus-A321-Jets das Triebwerk PW1100G-JM. Die MTU-Titel zogen in Frankfurt
deutlicher um knapp zwei Prozent an.

    Im Krankenversicherungssektor sorgte eine geplante Übernahme für
Kursgewinne. WellPoint  will den Konkurrenten Amerigroup  für
knapp fünf Milliarden US-Dollar schlucken. Die Aktien von Amerigroup schnellten
um knapp 38 Prozent in die Höhe und WellPoint zogen um gut drei Prozent an.
Ebenfalls mit einem Zukauf steht der Suppenhersteller Campbell 
 im Fokus. Er will für 1,55 Milliarden Dollar das auf
gesundheitsbewußte Verbraucher spezialisierte Lebensmittel-Unternehmen Bolthouse
Farms übernehmen, das derzeit Finanzinvestoren gehört. Die Campbell-Aktien
verloren gut ein halbes Prozent an Wert. 

    Im Technologiesektor stiegen die Papiere von Activision Blizzard 
um moderate 0,25 Prozent. Der französische Medien- und Telekomkonzern Vivendi
  will Berichten zufolge seine Beteiligung an dem
Videospiele-Unternehmen verkaufen. Die Vivendi-Aktien gewannen zuletzt in Paris
mehr als zwei Prozent./gl/he


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