Immobilien an der Börse Frankfurt
REITs, Aktien, Fonds und Zertifikate
Zahlreiche ausländische REITs
Deutsche REITs werden jetzt eingeführt. Doch Anleger können an der
Börse Frankfurt schon länger in ausländische REITs oder
REITs-ähnliche Unternehmen investieren. Derzeit sind rund 150
solche Wertpapiere an der Börse Frankfurt handelbar. Die meisten
davon stammen aus den USA, aber auch einige aus Belgien und
Frankreich. Die Wertpapiere sind in den Open Market des
Präsenzhandels einbezogen und werden von Skontroführern betreut.
Diese stellen börsentäglich von 9.00 bis 20.00 Uhr Taxen für diese
Aktien.
Die Mindestausschüttungsquote für US-REITs beträgt 90 Prozent. Bei
den belgischen und französischen REITs hängt die Höhe der
Mindestausschüttung von der Art der Erträge ab. Stammen diese aus
Vermietung müssen in Belgien mindestens 80 Prozent und in
Frankreich mindestens 85 Prozent an die Anteilseigner gezahlt
werden. Stammen die Erträge dagegen aus Veräußerung, dann liegt die
Quote bei 50 Prozent.
Immobilienaktien
Es gibt einige Unternehmen an der Börse, deren Geschäftszweck im Verwalten, Vermitteln, Finanzieren oder Verkaufen von Gebäuden aller Art liegt. Diejenigen im Prime Standard sind in einer Industriegruppe zusammengefasst. Dazu gehören Börsenlieblinge der vergangenen Monate aus dem MDAX wie Vivacon (WKN 604891), IVG Immobilien AG (WKN 620570) oder das DAX-Unternehmen Hypo Real Estate Holding AG (WKN 802770). Der Branchen-Index Prime IG Real Estate-Index enthält die sieben Unternehmen dieser Sparte. Weitere Immobilienaktien sind im General Standard gelistet oder in den Handel im Open Market einbezogen.
Börsengehandelte Fonds als Alternative
An der Börse Frankfurt sind zwei ETFs gelistet, die sich an dem in London berechneten Index FTSE/EPRA ausrichten (WKNs A0HG2Q und A0ERY9). Dieser Index setzt sich aus 37 Immobilienaktien der Eurozone aus dem Einzelhandel-, Büro- und Wohnsektor zusammen. Zu über 50 Prozent stammen die Immobilienfirmen aus Frankreich, Spanien und Niederlande. Die Schwergewichte im Index sind Unibail aus Frankreich, Rodamco und Corio aus den Niederlanden sowie Metrovacesa aus Spanien. Verantwortlich für die Zusammensetzung des Index zeichnen die European Public Real Estate Association (EPRA) und der National Association of Real Estate Investment Trusts (NAREIT). Außerdem können sich Investoren die Immobilienaktien aus dem Dow Jones Stoxx 600-Universum in ihre Depots legen. Drei ETFs von Indexchange sind an die entsprechenden Branchenindizes gekoppelt. Der eine, der DJ Stoxx 600 Real Estate EX, enthält alle europäischen Immobilienaktien im marktbreiten DJ Stoxx 600 (WKN A0H075). Der andere, der DJ Stoxx Americas 600 Real Estate EX, deckt die nordamerikanische Real-Estate-Welt ab (WKN A0H076>) und der dritte den asiatisch-pazifischen Raum, der DJ Stoxx Asia-Pacific 600 Real Estate EX (WKN A0H077).
Zertifikate: Auf Umwegen zum Ziel
Auf Umwegen können deutsche Anleger bereits jetzt in REITs investieren: Die UBS bietet verschiedene Anlageprodukte auf REITs-Indizes. Die 50 größten Immobilienunternehmen weltweit ohne USA bildet das Welt-REIT (ex USA)-Zertifikat (WKN UB1CT2) ab. Die kontinentaleuropäischen Unternehmen finden Investoren im UBS Europa REIT (WKN UB1CT1). Außerdem ermöglichen Zertifikate-Emittenten Anlegern gezielte regionale Anlagen in Immobilienwerte: Die ABN Amro eröffnet mit dem Osteuropa Immobilien-Zertifikat Zugriff auf die osteuropäischen Wachstumsmärkte (WKN ABN3X8). Das Europa Top 15 bildet die Wertentwicklung der größten europäischen Immobilienunternehmen aus Frankreich, Niederlande und Großbritannien ab (WKN UB0ERT).
Informationen zum Herunterladen
| Titel | Art | Größe |
|---|---|---|
| Broschüre: "Mit uns bewegen Sie Immobilien - REITs an der Börse Frankfurt" | 1,97 MB |
