Sentimentindikator der Börse Frankfurt
Marktstimmung

Meinungen machen Märkte: Die Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.
Analyse vom 26. März: "Abwarten bis zur Abrechnung"
Mit einer Spanne von 2,8 und einem Verlust seit vergangenem Mittwoch von 1,1 Prozent liegt eine recht ruhige Woche hinter dem deutschen Aktienmarkt. Profis haben darauf mit dem Eindecken von Shortpositionen reagiert. Von den 5 Prozent der Befragten sind 4 Prozent an die Seitenlinie. Wie meist, wenn es um Verlustbegrenzung geht, vermutet Joachim Goldberg. Private haben auch Short-Engagements zu gemacht, die Mehrheit der Wechsler ist allerdings in Aktien eingestiegen.
Der Verhaltensökonom wertet die Sentimentindizes von +4 und +20 Punkten nicht als belastenden Optimismus. Nachfrage der verbliebenen Bären erwartet er ab 22.600/650 DAX-Punkten. Nach oben rechnet er mit den ersten Verkäufen der Bullen ab 23.650/700 Punkten. Solange das internationale Kapital weiter ströme, bleibe das Umfeld günstig.
Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren
Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Die Ergebnisse der Analyse erhalten Sie per E-Mail zugesandt.
Zur Methode

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.
Über Joachim Goldberg
Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.