Sentimentindikator der Börse Frankfurt
Marktstimmung

Meinungen machen Märkte: Die Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.
Analyse vom 27. August: "Nach oben vernagelt"
Wenig los im Moment. Der DAX bleibt in einer recht engen Spanne und die hiesigen mittelfristig Orientierten handeln kaum. 5 Prozent der Profis haben Aktien verkauft. Gewinnmitnahmen, meint Joachim Goldberg. Kaum einer mag short gehen. Dennoch: Bei einem Stand des Sentiment-Index von -19 Punkten überwiegen ohnehin die Pessimisten. Bei den Privaten hat sich noch weniger getan, diese sind mit -7 Punkten etwas weniger skeptisch.
Der Verhaltensökonom sieht die Bären mehrheitlich auf der Verlustseite und rechnet erst ab 23.850/900 Punkten mit Nachfrage von dieser Seite. Nach oben sieht Goldberg diese Akteure erst ab 24.500 und 24.600 Punkten unter Druck. Unterm Strich also kaum Veränderung zu den Vorwochen.
Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren
Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Die Ergebnisse der Analyse erhalten Sie per E-Mail zugesandt.
Zur Methode

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.
Über Joachim Goldberg
Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.